ICO - Hype oder Zukunft?

Mai, 2018

Ein ICO ist eine neuere Methode zur Unternehmensfinanzierung. Die sogenannten Initial Coin Offerings sind gewissermassen vergleichbar mit einer initialen Ausgabe von Wertpapieren an einer Börse. Bei einem ICO handelt es sich um eine Möglichkeit, Token für Projekte im Blockchain-Ökosystem via Crowdfunding zu erwerben. Die meisten Projekte in den vergangenen Jahren basieren auf der Ethereum Blockchain und werden ERC20 Tokens genannt. Unterstützer oder Investoren erwerben die Tokens des Projekts und spekulieren darauf, dass sich zukünftig ein höherer Wert dieser Token ergibt, ähnlich wie bei einer Aktie an der Börse mit der Aussicht auf Kursgewinne.

Ein wichtiger Unterschied zu IPOs (Initial Public Offering) an der Börse ist, dass bei ICOs in der Regel kein Eigentum am Unternehmen über das Token abgebildet wird. Es berechtigt also weder zur Dividende, noch bringt es automatisch ein Stimmrecht mit sich. Die Schweizer Finanzmarktaufsicht (FINMA) publizierte bezüglich ICOs eine Wegleitung und setzt Voraussetzungen für zukünftige Projekte, um Anleger besser zu schützen, Geldwäsche zu verhindern und Betrug zu vermeiden. https://www.finma.ch/de/news/2018/02/20180216-mm-ico-wegleitung/

Sind ICO’s die Zukunft der Unternehmensfinanzierung?

«Die Form der ICO Finanzierung hat einen grossen globalen Trend ausgelöst. Leider sind aufgrund der Popularität von ICOs auch viele unseriöse Projekte auf dem Markt. Diese Emittenten hoffen auf das schnelle Geld und versuchen, aus einer einfachen Geschäftsidee ein Millionenprojekt zu machen, oft ohne die Interessen und Bedürfnisse der Investoren zu berücksichtigen. Infolgedessen sind ICOs in einigen Ländern bereits stark reguliert oder sogar verboten. Bisher ist es für traditionelle Investoren kaum möglich, mit harten Fakten und Zahlen eine ordentliche Unternehmens- und Investitionsanalyse durchzuführen, da diese Informationen schlichtweg fehlen. In der Zukunft sieht die Decom daher mehr Transparenz mit weiteren Regelungen zu ICOs und einer Verbesserung der Funktionalität von Kryptowährungen. Interessanterweise gibt es bereits viele nicht krypto-basierte Unternehmen, die daran interessiert sind, ein ICO statt eines Börsengangs zu lancieren und damit Anlagetoken mit Dividendenausschüttungen an die Anteilseigner auszugeben. Dies bedeutet, dass der Kryptomarkt sich den konventionellen Märkten nähert, jedoch Drittparteien wie beispielsweise Banken auslässt. Unser Team erkennt grosses Potenzial in einigen Krypto-Startups, die als sehr langlebige Anwendungsfälle erscheinen. Unser Fokus liegt daher auf der Auswahl von Kryptowährungen, die konkrete „Use Case“ mit spezifischen Anwendungen und Lösungen adressieren. Vor allem haben wir ein Ziel: ein langfristiges Renditeportfolio mit Crypto-Assets aufzubauen.»