Das Interesse steigt – Ein Silberstreifen am Horizont

Dezember, 2019

Cambridge Studie

Die zweite Auflage der Global Cryptoasset Benchmarking Studie der Universität Cambridge bietet neue Einblicke in den aktuellen Stand der Krypto-Asset-Industrie. Die Studie sammelt Umfragedaten von mehr als 180 Krypto-Asset-Unternehmen und Einzelpersonen aus 47 Ländern in fünf Weltregionen. Die empirische Analyse konzentriert sich insbesondere auf die folgenden vier wichtigen Industriesegmente: Mining, Exchange, Storage und Zahlungen. Die aktuelle Studie zeigt, dass Millionen neuer Nutzer das Ökosystem betreten haben, die meisten bleiben jedoch passiv. Die Gesamtzahl der Benutzerkonten bei Dienstanbietern liegt jetzt bei über 139 Millionen (Q1-Q3 2018), verglichen mit 85 Millionen im Jahr 2017, bei mindestens 35 Millionen identifizierten Nutzern. Die Anzahl von Neuanmeldungen auf Bitcoin-Börsen wie Binance und Coinbase hat sich deutlich erhöht. Dies entspricht einer Steigerung von 63 Prozent innerhalb eines Jahres. Das Ergebnis: Trotz der aktuellen Preisturbulenzen setzt sich der Anstieg der Nutzer von Krypto-Assets fort.

IBM Studie

Die Autoindustrie setzt auf Blockchain-Technologie. In einem neuen Geschäftsbericht von IBM - mit dem Titel „Daring to be first, How auto pioneers are taking the plunge into blockchain,“ - veröffentlichte das Institut, dass Blockchain die Automobilindustrie revolutionieren kann, indem es Transparenz im Supply Chain Management und bei Finanztransaktionen schafft. Autonome Fahrzeuge, neue Geschäftsmodelle für die Mobilität und personalisierte Kundenerlebnisse sind nur einige der innovativen Möglichkeiten, die den Wandel der heutigen Automobilunternehmen vorantreiben. In den Unternehmensnetzwerken der Branche gibt es jedoch immer noch Ineffizienzen, die durch Blockchain behoben werden könnten. Die neue IBM-Studie schätzt, dass 62 Prozent der Führungskräfte aus dem Automobilsektor davon ausgehen, dass die Blockchain die Spielregeln bis 2021 in ihrer Branche massgeblich verändern. Laut dem Bericht des „IBM Institute for Business Value“, einer Unternehmensforschungsgruppe, planen 95% der Automobilhersteller in den nächsten drei Jahren "moderate bis signifikante" Blockchain-Investitionen.

Hier einige wichtige Erkenntnisse:

• 54 Prozent der Befragten erwarten, dass neue Geschäftsmodelle die Investitionen in Blockchain beeinflussen werden.
• Mindestens 50 Prozent der OEM-Führungskräfte in jedem Land glauben, dass Blockchain-Lösungen einen hohen Einfluss auf Flottenmanagement-Services haben werden.
• 55 Prozent der teilnehmenden Hersteller und 47 Prozent der teilnehmenden Zulieferer sagen, dass die Implementierung einer Blockchain die Verfügbarkeit von Informationen in ihren Geschäftsnetzwerken verbessern wird.

Branchenführer glauben, dass der Einfallsreichtum Distributed Ledger-Systeme die Verwendung von Smart Contracts fördern wird. In dem Bericht wurde darauf hingewiesen, dass es Tausende von Teilen gibt, die nur für die Montage eines Fahrzeugs verwendet werden. Dies ist ein kleines Problem in der Branche. Die Unfähigkeit, die Teile zu verfolgen und zu überprüfen, kann dazu führen, dass Teile nicht richtig funktionieren, wenn sie mit anderen integriert werden. Dann können Leistungsprobleme und Unzufriedenheit der Kunden auftreten. Das IBM-Institut wies darauf hin, dass der deutsche Automobilriese Porsche seit Februar 2018 Blockchain-Anwendungen in seinen Fahrzeugen getestet hat. Wie CCN berichtete, hat Porsche Blockchain-Anwendungen entwickelt, um Autos abzustellen, Fahrzeuge zu sperren und zu entsperren und das Ausleihen eines Firmenwagens an einen Mitarbeiter zu erleichtern. Da alle Transaktionen in einem Distributed Ledger erfasst werden, können Fahrzeugbesitzer überwachen, wer wann ihr Fahrzeug verwendet hat. Dies könnte einen wesentlichen Beitrag zum Ausbau der in den letzten Jahren rasant gestiegenen „Sharing-Wirtschaft“ leisten.